6 Tipps zur Anwendung von Heilerde

24. Jänner 2020

Heilerde verfügt über sämtliche lebenswichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, die der menschliche Körper benötigt. Im Mittelalter wurde Heilerde beinahe als Allheilmittel eingesetzt, heute weiß man, dass Heilerde die Fähigkeit besitzt, viele körperliche Beschwerden positiv zu beeinflussen. Wir zeigen Ihnen, wie unterschiedlich man Heilerde anwenden kann und wie vielfältig die Wirkung ist.

Bei Fragen rund um das Thema Heilerde beraten wir Sie gerne in der Apotheke ;-)

Innerliche Anwendung von Heilerde

Innerlich angewendet bindet Heilerde giftige Stoffe und Stoffwechselendprodukte in Magen und Darm. Diese werden dann über den Darm ausgeschieden. Heilerde hilft bei Durchfall, Blähungen, Völlegefühl und Schleimhautentzündungen im Magen- Darmbereich. Auch Cholesterin und freie Radikale können die kleinen Partikel der Heilerde an sich binden. So wird der Körper nicht nur gereinigt, sondern die Heilerde kann einen erhöhten Cholesterinspiegel positiv beeinflussen und damit der gefährlichen Arteriosklerose entgegenwirken.

Äußerliche Anwendung von Heilerde

Äußerlich angewendet kann man die Heilerde zum Beispiel einem Bad beifügen. Für ein Vollbad nehmen Sie 10 EL Heilerde, die sie gut im Badewasser verteilen. In diesem Heilwasser sollten Sie aber nicht länger als 10-15 Minuten baden. Wenn Sie die Heilerde nach dem Bad auf Ihren Körper trocknen lassen und erst danach abduschen, verstärken sie die Wirkung. Danach sollten Sie eine Stunde ruhen.

Vollbad mit Heilerde und ätherischen Ölen

Ein Bad mit Heilerde regt die Durchblutung an, entschlackt den Körper und eignet sich aus diesem Grund besonders gut als Begleiter einer Frühjahrskur. Über die Haut können wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente aufgenommen werden. Darüber hinaus wirkt die Heilerde auch gegen Juckreiz der Haut und wird als Zusatztherapie bei Schuppenflechte eingesetzt.

Fußbad mit Heilerde

Ein Fußbad mit 4-5 EL Heilerde gemeinsam mit den ätherischen Ölen von Rosmarin und Salbei ist wirksam gegen Fußschweiß und geschwollene Beine durch langes Stehen. Nach einem anstrengenden Tag kann die Heilerde durch ihre belebende Wirkung bei der Regeneration unterstützen. Ganz nebenbei wird die Ausscheidung von schädlichen Stoffwechselendprodukten gefördert. Auch beim Fußbad sollte die Badedauer 10-15 Minuten nicht übersteigen.  

Handpackung bei trockener und rissiger Haut

Gerade im Winter trocknen die Hände durch trockene Umgebungsluft in beheizten Räumen vermehrt aus. Eine Packung mit Heilerde versorgt die Hände wieder mit ausreichend Feuchtigkeit und wirkt Rissen der Haut entgegen.  Dazu werden 2-3 EL Heilerde mit 1EL Olivenöl und 1EL Topfen zu einer streichfähigen Masse vermischt. Die Packung wird auf die Hände aufgetragen, darüber kommen dünne Baumwollhandschuhe. Die Einwirkzeit sollte zumindest 30 Minuten betragen, Sie können die Packung aber auch über Nacht einwirken lassen.

Gesichtsmaske bei Hautunreinheiten

Bei unreiner Haut gibt es folgendes Rezept: man mischt 7EL Heilerde mit 2EL Honig und 2EL Wasser zu einer streichfähigen Paste. Achten Sie beim Auftragen auf das Gesicht, dass Sie die Augenpartien aussparen. Waschen Sie nach ca. 20 Minuten die Heilerde mit Wasser ab und cremen Sie anschließend Ihr Gesicht ein. Durch die regelmäßige Anwendung (1-2 Mal wöchentlich) werden von der Heilerde Talg, Bakterien und Stoffwechselprodukte aufgenommen. Der in die Gesichtsmaske gemischte Honig wirkt gleichzeitig entzündungshemmend. 

 

 

Marien Apotheke Wien

Mag. pharm. Karin Simonitsch

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