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Coronavirus und HIV

24. April 2020

Ältere Menschen und Menschen mit Begleiterkrankungen tragen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Coronavirus-Infektion. Was bedeutet das für HIV-Infizierte? Sind Menschen mit HIV besonders durch das Coronavirus gefährdet?

 

Derzeit wird davon ausgegangen, dass für HIV-Infizierte keine erhöhte Gefahr besteht. Unter Behandlung stehende HIV-PatientInnen mit einer Viruslast unter der Nachweisgrenze machen erfahrungsgemäß und auch nach derzeitiger Studienlage nicht mehr Infekte durch als nicht HIV-Infizierte. Durch die Medikamente wird die HIV-Vermehrung im Körper unterdrückt und das Immunsystem geschützt. Demnach sollten HIV-Infizierte nicht zu der Gruppe der Risikopersonen gezählt werden, es sei denn, weitere Erkrankungen (z.B. Dialyse, Diabetes, Herzkrankheiten etc.) liegen zusätzlich vor.

 

Grundsätzlich gelten für HIV-positive Menschen exakt die gleichen Schutzmaßnahmen, wie für alle anderen auch. Die Aids Hilfe Wien empfiehlt vor einem Besuch in einer Ordination oder Ambulanz die jeweiligen HIV-ÄrztInnen oder BetreuerInnen im Vorfeld zu kontaktieren. So können eventuell auch andere Varianten, etwa eine telefonische Beratung oder der Kontakt über E-Mail in Anspruch genommen werden. Damit können Aufenthalte in Räumlichkeiten, in denen sich viele Menschen aufhalten, zusätzlich vermieden werden. 

 

Die Arbeit vieler Beratungs- und Testangebote sowie Checkpoints ist aufgrund der Corona-Krise eingeschränkt oder vorübergehend eingestellt. Stattdessen gibt es nach wie vor die Möglichkeit einer telefonischen Beratung. Auf der Homepage der Aids Hilfe Wien finden Sie dazu weitere Informationen. 

 

Hinsichtlich der Frage, ob HIV-Medikamente auch gegen Covid19 wirksam sein könnten, werden derzeit wissenschaftliche Studien durchgeführt. Dies geschieht aufgrund der Annahme, dass beide Viren ein ähnliches Enzym (Protease) brauchen, um sich zu vermehren. Deshalb werden z.B. die Wirkstoffe Lopinavir und Ritonavir getestet, da diese bei HIV die Protease hemmen. Derzeit liegen jedoch noch keine konkreten Daten und Informationen oder reale Behandlungsoptionen vor. Es sollte auf keinen Fall durch Berichte solcher Art der Rückschluss gezogen werden, die Einnahmen einer HIV-Therapie hätte eine produktive Wirkung gegen eine Infektion mit SARS-CoV2. Nur die derzeit bekannten Maßnahmen bieten Ihnen einen Schutz vor einer Infektion und schützen andere Personen in Ihrem Umfeld.

Marien Apotheke Wien

Mag. pharm. Karin Simonitsch

Schmalzhofgasse 1 • 1060 Wien 

 

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