Illustration einer Hand mit einer Spritze, die ein rotes Virus impft. Rechts oben steht HPV-Impfung. Die Illustration ist von Rike Hofmann.

HPV: Übertragung, Krebsrisiko und Schutzimpfung

2. März 2024

In Österreich gibt es jährlich rund 400 Gebärmutterhalskrebs-Neuerkrankungen und 180 Todesfälle. Etwa 90% dieser Fälle sind durch eine Impfung gegen HPV vermeidbar. Nicht nur Mädchen und Frauen profitieren jedoch von der Impfung: Auch Buben und junge Männer können durch die Impfung geschützt werden, da HP-Viren auch andere geschlechtsunabhängige Krebsarten verursachen können.

 

Anlässlich des internationalen HPV-Tages am 4. März haben wir Ursachen und Folgen der Virus-Erkrankung in diesem Beitrag zusammengefasst. Am Ende des Textes finden Sie unser Video in Gebärdensprache zum Thema HPV!

Was ist HPV und wie wird es übertragen? 

HPV ist die Abkürzung für Humane Papillomaviren. Es gibt etwa 200 verschiedene HPV-Typen mit unterschiedlichen Risikostufen für Krebs, wovon rund 40 die Geschlechtsorgane befallen können. Die Viren werden vor allem von Mensch zu Mensch bei sexuellem Kontakt übertragen und verursachen in einigen Fällen Geschlechtskrankheiten. Infiziert werden die Schleimhäute im Genital- und Analbereich. Bei oralem Geschlechtsverkehr ist auch eine Verschleppung der Viren in den Mund- und Rachenraum möglich. Sowohl Männer als auch Frauen können sich mit HPV anstecken. 

Warum sind HP-Viren gefährlich?

Humane Papillomaviren verursachen Krebsvorstufen und in weiterer Folge Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses, der Vagina, des Anus, des Penis, des Rachens und des Kehlkopfes. HPV ist der Hauptrisikofaktor für Gebärmutterhalskrebs bei Frauen und erhöht auch das Risiko für Feigwarzen.

 

Die meisten HPV-Infektionen heilen, ohne, dass die Infektion bemerkt wurde. Trotzdem ist es möglich, dass auch lange nach einer Infektion bösartige Tumore entstehen.

Wie wird HPV erkannt? 

Die meisten HPV-Infektionen verlaufen symptomlos und bleiben unbemerkt. Es können Warzen auf der Haut und den Genitalien entstehen. Diese können unterschiedlich aussehen und müssen jedenfalls durch Dermatolog*innen abgeklärt werden. Einige Virustypen können auch Veränderungen von Zellen auslösen. Durch Schleimhautabstriche und Gewebsproben kann ein*e eine Arzt*Ärztin die Diagnose stellen. 

Ist eine HPV-Infektion behandelbar?

Gegen die Infektion mit HPV gibt es keine Medikamente, es dauert oft einige Zeit, bis man das Virus wieder los wird. Dementsprechend kann eine HPV-Infektion lange ansteckend sein. Während der akuten und länger andauernden Infektion (maximal bis zu zwei Jahre) ist es möglich, seine Sexualpartner*innen mit HPV anzustecken. Da eine symptomfreie HPV-Infektion oft nicht bemerkt wird, verläuft die Ansteckung unwissentlich.

 

Im Falle von Genitalwarzen (Feigwarzen) oder Tumoren (= bösartigen Gewebsveränderungen) wird die Infektion behandelt.

Wie können wir uns schützen? 

Eine ausgeheilte HPV-Infektion bietet keinen Schutz vor einer erneuten Ansteckung mit dem Virus. Daher sollte man das Risiko vor einer Ansteckung bestmöglich minimieren: durch Safer-Sex-Praktiken wie Kondome (zusätzlich Schutz vor allen sexuell übertragbaren Erkrankungen), regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen, Hygienemaßnahmen und mit der HPV-Impfung.

 

Die Impfung gegen HPV ist vorbeugend wirksam und die wichtigste Maßnahme, um sich zu schützen. Sie senkt das Risiko für Genitalwarzen und Gebärmutterhalskrebs um bis zu 90 %. Auch das Risiko für Krebs an Rachen, Kehlkopf, Scheide, Anus und Penis wird deutlich gesenkt. Vor der ersten sexuellen Aktivität ist die Impfung am effektivsten, aber auch sexuell aktive Jugendliche bzw. Männer und Frauen können von der Impfung profitieren.

  

Die Schutzimpfung gegen HPV ist für Mädchen und Buben im Alter von 9 bis 20 Jahren kostenfrei verfügbar. Hierzu sind 2 Impfdosen zum vollwertigen Schutz notwendig. Personen zwischen 21 und 29 Jahren ist die Impfung in einem 3-Dosen-Schema ebenfalls empfohlen, danach ist sie optional.

 

Informationen zur Impfung bekommen Sie in der Apotheke und bei Ihrer Hausärztin*Ihrem Hausarzt. Gerne beraten wir Sie auch zum Thema Impfaktionen vor Ort.  

Video in Gebärdensprache

Zum Thema HPV hat Mag. Sreco Dolanc auch ein Video in Gebärdensprache produziert. Das Video ist deutsch untertitelt und enthält auch eine Tonspur mit dem gesprochenen Text. Auf YouTube kann man die einzelnen Kapitel direkt anwählen. 

QUELLEN

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (2023): Humane Papillomaviren (HPV). URL: https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Humane-Papillomaviren-(HPV).html 

 

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (2023): Impfung gegen Humane Papillomaviren. URL: https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Impfen/Impfung-gegen-Humane-Papillomaviren-(HPV).html 

 

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (2023): Kurzbericht Humane Papillomaviren (HPV) URL: https://www.sozialministerium.at/dam/jcr:c7050727-1a8e-4550-9b4f-ce24fcdefba1/Kurzbericht%20Humane%20Papillomaviren%20(HPV)%202022_Version%201.0.pdf

 

Gesundheit.gv.at (2023): Humane Papillomaviren. URL: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/immunsystem/geschlechtskrankheiten/humane-papillomaviren-hpv.html 

 

DocCheck Flexikon (2020): HPV-Impfstoff. URL: https://flexikon.doccheck.com/de/HPV-Impfstoff 

 

Marien Apotheke Wien

Mag. pharm. Karin Simonitsch

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